Nach dem warmen Wetter der letzten Wochen wurde es mal wieder Zeit, etwas zu tun. Nachdem ich das Probeverlegen abgeschlossen hatte, konnte ich die Gleise endgültig verlegen. Der erste Schritt war das Anzeichnen der Gleise, damit ich den Kork ordentlich an der richtigen Stelle aufkleben kann.
Für den Kork habe ich Streifen von 3 mm Dicke und 2 cm Breite verwendet. Zwei Streifen bilden so die richtige Höhe und Breite für ein schönes Schotterbett.
Bevor ich die Gleise entfernt habe, habe ich die Löcher für die Servobedienung bei den Weichen angezeichnet. Ich verwende Kappen von Magica Miniatura, um den Federstahl zu führen und den Schlitz ohne viel Aufwand minimal zu halten. Die Schritte, die ich dafür durchlaufen habe:
- Die Weichenzungen in die Mittelstellung bringen.
- Mit einem 1-mm-Bohrer ein Loch durch den Weichensteller bohren, sodass auf dem Holz der Mittelpunkt sichtbar ist.
- Nach dem Entfernen der Weiche den Mittelpunkt mit einem 10-mm-Bohrer aufbohren.
- Kork anbringen und nach dem Trocknen das Loch auch im Kork anbringen.
- Kappe in das Loch drücken.
- Den Schlitz so einstellen, dass er parallel zum Weichensteller verläuft.
Das Anbringen des Korks ist immer ein schönes Puzzle. Zuerst bestreiche ich einige Streifen mit flexiblem Kleber von Scape Supplies. Der Name des Produkts ist MifoTack. Der Vorteil dieses Klebers ist, dass er langsam trocknet und durch die Saugwirkung sofort eine gute Haftung bietet. Nach dem Trocknen ist der Kleber völlig transparent, flexibel und dennoch stark genug, dass ein Entfernen nicht ohne Schäden am darunter liegenden Holz möglich ist. Mit anderen Worten: Ein Meißel oder Multitool ist erforderlich. Dafür bekommt man die Gleise aber wieder leicht vom Kork gelöst.
Die Streifen lege ich oft von außen nach innen, wobei ich überlappende Teile ausschneide und ineinander fallen lasse.
Nachdem der Kleber getrocknet ist und die Servokappen angebracht sind, kannst du die Weichenstraße einkleben. Ich mache immer zuerst eine Weichenstraße, damit diese das Maß für den Rest vorgibt. Das Ausrichten ist eine präzise Arbeit, aber der Kleber lässt genug Zeit, um in Ruhe zu korrigieren.
Bevor ich die Peco-Weichen an ihren Platz legen konnte, habe ich die Federn aus dem Weichensteller entfernt, damit der Servo die Zungen schön ruhig bewegen kann. Außerdem habe ich die Herzstückkabel freigelegt, damit sie später auch nutzbar sind und nicht um die Weiche herum festgeklebt werden.
Im Gegensatz zu vielen Online-Berichten passe ich die Weichen nie an. Ich habe das in all meinen Jahren als professioneller Erbauer noch nie gemacht und musste es bei der Verwendung von Servos auch nie tun. Das Einschneiden der Zungen, um das Herzstück zu isolieren, ist eine Lösung für ein falsch eingestelltes Timing des Herzstückrelais. Nur wenn du Magnete oder Mikroschalter verwendest, ist es sinnvoll, dies zu tun.
Nachdem die Weichen an ihrem Platz liegen, habe ich sie mit einer Klammer fixiert, die wieder entfernt wird, wenn der Kleber ausgehärtet ist. Der nächste Schritt ist die gegenüberliegende Weichenstraße und die Gleise dazwischen. Auch das Aufstellen der Signale steht an, damit ich die Löcher für die Füße bohren kann.